Seminar
Utopien

Seminar
Dozierende: Dr. Niklas Naehrig, Dr. Ita Heinze-Greenberg
Zeit: Donnerstag, 12.45-14.30h
Ort: HIL E7
 



Utopien entstehen als fiktive Gegenbilder zu einer als unvollkommen wahrgenommenen Realität. Während es in einer heilen Welt keine Utopie geben kann, haben Visionen vom anderen, besseren und schöneren Leben immer in Krisenzeiten Konjunktur, etwa im Zeitalter der Reformation oder im 19. Jahrhundert mit seinen technischen und sozialen Umbrüchen.
Den Begriff Utopie erfand Thomas Morus 1516 für seinen Roman "Utopia". Ihrer Definition nach sind Utopien "Nicht-Orte" (von griechisch ou-topoi) und erheben als solche zunächst keinen Anspruch auf Verwirklichung. Dennoch ist die in der Ferne liegende ideale Daseinsform der Antriebsmotor für Fortschritt par excellence. Ihre Projektion ist der Ausgangspunkt jeder Planung. So sind es neben Philosophen, Theologen, und Staatstheoretikern vor allem Architekten und Städtebauer, zu deren täglich Brot die Utopie, beziehungsweise das Spannungsverhältnis zwischen Vision und Machbarkeit, gehört.
Das Seminar ist interdisziplinär angelegt. Neben literarischen Utopien werden Idealstadtkonzepte von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert unter gesellschaftlichen, politischen und architektonischen Aspekten untersucht. Anhand von Fallbeispielen soll auch das Konzept der "gebauten Utopie" einer kritischen Analyse unterzogen werden.

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Dr. Niklas Naehrig
Prof. Dr. Ita Heinze-Greenberg