Vorlesung
Die Lebenswelt des Humanismus

Vorlesung
Dozierende: Prof. Dr. Andreas Tönnesmann, Dr. Lothar Schmitt
Zeit: Donnerstag, 10-11 Uhr
Ort: HIL E1
 



Selten haben Dichter und Denker die kulturelle Entwicklung so nachhaltig verändert wie am Beginn der Neuzeit. Damals richtete ein elitärer Kreis von Gelehrten den Blick auf die antike Vergangenheit, um nach Wegen in eine neu zu gestaltende Zukunft zu suchen. Aus dem trockenen Fächerkanon mittelalterlicher Universitäten entfalteten sich die „studia humanitatis“ zu einem Impuls für die tiefgreifend veränderte Kultur der Renaissance. Die wirkungsvolle Dynamik der humanistischen Bewegung verbreitete sich, ausgehend von Italien, rasch in ganz Europa. Ein Grund für den Erfolg ist die Vorreiterrolle der Humanisten, die ihre Ideen nicht nur als Theorie formulierten, sondern die eigene Alltagswelt nach ihnen ausrichteten. Ihr neues Selbstverständnis zeigt sich in Facetten, die unser Bild der Renaissance bis heute prägen. Die Vorlesung widmet sich einem Themenspektrum, das von Gastmählern und Triumphzügen über Wohnformen und Stadtutopien bis zu Akademien und Bibliotheken reicht.