Vorlesung
Demokratie und Repräsentation. Parlamentsbauten des 19./20. Jh.

Vorlesung
Dozierende: Dr. Ita Heinze-Greenberg
Zeit: Freitag, 08:00 – 08:45 Uhr
Ort: HIL E1
 



Demokratie und Repräsentation: Parlamentsbauten des 19. Und 20. Jahrhunderts

Mit der Genese der modernen Nationen im 19. Jahrhundert setzen die Bemühungen um ihre staatlich-politische Selbstdarstellung ein. Öffentliche Bauaufgaben übernehmen innerhalb des Prozesses des nation building eine wesentliche, identitätsstiftende Funktion, allen voran die Bauten der Volksvertretung. Allerdings stellt sich die Demokratie als schwierige Bauherrin dar: Anstelle einstiger Monarchen tritt eine abstrakte Institution als Auftraggeberin auf. Droht das eigentlich Politische in der Architektur moderner Massengesellschaften hinter bürokratischen Entscheidungsprozessen zu verschwinden?

Die Vorlesung wird zeigen, dass Demokratien durchaus potente architektonische Demonstrationen ihres Selbstverständnisses abgeben. Ausgewählte Parlamentsbauten des 19. und 20. Jahrhunderts werden auf ihre politischen, ästhetischen und symbolischen Implikationen untersucht: das Bundeshaus in Bern (Jakob Friedrich Studer / Hans Wilhelm Auer), das Wiener Parlament (Theophil Hansen), die Regierungsbauten in Chandigarh (Le Corbusier), in Brasilia (Oscar Niemeyer und Louis Costa), in Dhaka (Louis Kahn), sowie in Bonn (Hans Schwippert / Günter Behnisch) und Berlin (Paul Wallot / Heinz Graffunder / Norman Foster).

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Prof. Dr. Ita Heinze-Greenberg