Seminarwoche
Berlin. Architecture 1913 – 1935

Seminarwoche
Dozierende: Prof. Dr. Andreas Tönnesmann
Zeit: Sun, 13.05. - Sat, 19.05.2007
Ort: Berlin
 



Die ehemalige Hauptstadt des deutschen Kaiserreichs, dessen scheinbar festgefügte Ordnung mit dem Ersten Weltkrieg zerbrochen war, wuchs seit 1920 durch Eingemeindungen immens an. Aber nicht nur äusseres Wachstum machte das Berlin der Weimarer Republik zur Metropole, sondern noch mehr die Rolle der Stadt als Schauplatz und Energiezentrum moderner Kultur. Für die Architektur erwiesen sich besonders die Jahre zwischen der überwundenen Inflation (1923) und der Weltwirtschaftskrise (1929) als Blütezeit. Unter Stadtbaurat Martin Wagner entstanden Grosssiedlungen, die internationale Massstäbe setzten – von Bruno Taut Onkel-Toms-Hütte und die Hufeisensiedlung Britz, von Otto Rudolf Salvisberg die Weisse Stadt, von Walter Gropius, Hans Scharoun und anderen die Siemensstadt. Jenseits dieser sozialen Aufgabe des Wohnbaus verwirklichten auch Peter Behrens, Erich Mendelsohn, die Brüder Luckhardt, Max Taut und andere in Berlin Bauten, die Architekturgeschichte schrieben. Die Seminarreise konzentriert sich auf die Architektur der Zwanziger Jahre, verfolgt aber das Ziel, diese kulturgeschichtlich einzubinden und immer wieder Blicke darüber hinaus zu wagen.