Seminar
Architektur und Drama - Das Theater

Seminar
Dozierende: Niklas Naehrig, Gregory Grämiger, Dr. Britta Hentschel
 



Seit der Wiederentdeckung des Theaters in der Renaissance gehören Theaterbauten zu den prestigeträchtigsten Aufgaben für Architekten. Kaum ein Bautypus unterlag einem so tiefgreifenden Wandel, war so sehr Schauplatz gesellschaftlicher, technischer und ästhetischer Neuerungen.

Beginnend mit Palladios Teatro Olimpico in Vicenza (1580), befasst sich das Seminar mit der Entwicklung des neuzeitlichen Theaterbaus. Das barocke Hoftheater wird dabei genauso zur Sprache kommen wie die grossen Schauspielhäuser des 19. Jahrhunderts mit nationaler Ausstrahlung, allen voran die Grand Opéra von Garnier in Paris (1861 bis 1875). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte auch die Moderne das Thema des Theaters für sich. Das Werkbundtheater in Köln (Henry van de Velde, 1914) oder das grosse Schauspielhaus in Berlin (Hans Poelzig, 1919) adaptierten zeitgenössische Ausdrucksformen für den Theaterbau. Oft in enger Zusammenarbeit mit avantgardistischen Intendanten und Regisseuren entstanden Entwürfe wie die Raumbühne (1924) von Friedrich Kiesler oder das Totaltheater von Walter Gropius (1927), die mit neuen Raumkonzepten die etablierte Konfiguration des Theaters aufzuheben suchten. Auch das Kino wird als ein neuerer Typus des Theaterbaus in unserem Seminar berücksichtigt werden.

Kontakt


Dr. Niklas Naehrig
Dr. Gregory Grämiger
Dr. Britta Hentschel