Seminar
Architektur des Maschinenzeitalters

Seminar
Dozierende: Dr. Lothar Schmitt / Katrin Eberhard
Zeit: Do, 16.45 h - 18.30 h
Ort: HIL D 10.2
 



Die Industrialisierung bewirkte eine tiefgreifende Veränderung der Wohnkultur. Neue Technologien und Formen der Arbeitsteilung hielten nicht nur in der Fabrik, sondern auch im Haushalt Einzug. Die alte Utopie vom automatisierten Wohnen war in greifbare Nähe gerückt. Vom Glauben an die Zukunft getragen, verband sich mit ihr die Hoffnung darauf, dass Maschinen das Leben erleichtern würden. Das neue Zeitalter brachte bislang unbekannte Materialien und Herstellungsverfahren in die Architektur, technische Innovationen – von der Haustechnik bis zu Elektrogeräten – hielten Einzug. Daneben wurde aber auch Ängste geschürt, dass Technik und Rationalisierung Kultur verdrängen.
Im Seminar wird die Technisierung von Architektur und Design primär in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Der gesamte Bogen wird aber gespannt vom Erfindergeist eines Thomas Jefferson, der trotz zahlreicher Angestellten arbeitssparende Maschinen in sein Haus einbaute, über die Rationalisierungsdebatte der zwanziger Jahre, bis hin zu Buckminster Fuller, der das ganze Haus als Gerät verstand. Oft verwendete Begriffe wie Maschinenästhetik, 'machine à habiter' oder Mechanisierung werden im architektonischen Kontext analysiert, die Strategien verschiedenster Akteure verfolgt.