Forschungsprojekt und Habilitation
Eine Architekturgeschichte der Armut

Forschungsprojekt und Habilitation
Hentschel, Britta
 



Das Forschungsvorhaben möchte die Anfänge einer Architektur für Bedürftige aufspüren, ihren historischen Werdegang in mannigfaltiger Form und Ausprägung beschreiben und nach möglichen spezifischen Typologien fragen.
Der Untersuchungsrahmen spannt sich von der klassischen Antike über das aufkommende Christentum mit seinem wirkungsmächtigen Gebot der Nächstenliebe und den ersten dezidierten Armutsarchitekturen des Mittelalters an Hand von exemplarischen Fallstudien weiter zu den unterschiedlichen Versorgungskonzepten der Renaissance und den großen Alberghi dei Poveri bis hin zur Weiterentwicklung dieses Typus in der modernen Gefängnis- und Krankenhausarchitektur sowie im sozialen Wohnungsbau des 20. Jahrhunderts.
Mit der Frage nach Zuständigkeit und Verantwortlichkeit für die Bedürftigen, fällt das Schlaglicht auf die jeweilige Regierung, den Regenten bzw. Monarchen oder Fürsten. Zwischen inszenierter Fürsorge und ängstlicher Ausgrenzung ponderierend, spiegelten und spiegeln sich Gesellschaften und ihre jeweiligen sozialen wie hierarchischen Vorstellungen im Umgang mit den Niedrigsten.


Kontakt


Dr. Britta Hentschel